VR Bank Ravensburg-Weingarten eG | Mitgliederzeitung 02/2019
8 ZAHLUNGSVERKEHRSBERATUNG „WIR MACHEN UNSERE KUNDEN FIT FÜR DIE ZUKUNFT!“ Gert Zähringer ist der Zahlungsverkehrsspezialist bei der VR Bank Ravensburg-Weingarten eG. Im Interview erläutert er, warum das Thema in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung gewinnen wird und wie er unseren Firmenkunden mit seinem Beratungsangebot weiterhelfen kann. Herr Zähringer, Sie sind Zahlungsverkehrsberater bei der VR Bank Ravensburg-Weingarten eG. Was bedeutet das genau? Zähringer: Um es auf den Punkt zu bringen: Es ist meine Aufgabe, unsere Firmenkunden in Sachen Zahlungsverkehr fit für die Zukunft zu machen. Viele Firmen beschäftigen sich nur ober- flächlich mit dieser Thematik. Im Rahmen der Beratung ermittle ich den Bedarf, indem ich eine Analyse des Zahlungsverkehrs im Unternehmen vornehme, und suche anschließend gemeinsam mit dem Kunden nach individuellen Lösungen. Was sind die aktuellen Hauptaufgaben mit denen Sie sich beschäftigen? Zähringer: Momentan bin ich sehr stark im Kundensupport eingebunden. Das bedeutet, dass ich den Kunden per Telefon oder Fernwartung bei der Lösungsfindung helfe. Darüber hinaus arbeite ich momentan an einer Optimierung unseres Angebots für Online-Banking-Software. Hier soll unser Produktportfolio verschlankt und für die Kunden verbessert werden. Auch bin ich momentan dabei mir das Thema Bargeldoptimierung unserer Firmenkunden anzusehen, was zunehmend wichtiger wird. Ein weiteres Projekt ist die Entwicklung eines Beratungstools – des Banking Guides –, welches den Bedarf unserer Gewerbekunden analysiert und entsprechende Lösungen anbietet. Es gibt also genug zu tun. Wie können Sie mit Ihrem Beratungsangebot Ihren Kunden weiterhelfen? Zähringer: Wir leben im Zeitalter der Digitalisierung. Bei unseren Firmenkunden können viele Prozesse automatisch und digital ablaufen. Eine einfache und schnelle Bedienbarkeit der Schnittstellen zur Bank sind möglich. Hier können wir bei der Optimierung helfen! Wir können auch bei der Reduzierung des Bargelds unterstützen, welches insbesondere bei Einzelhändlern oftmals großen Aufwand und hohe Kosten verursacht. Einzelhändler mit Kleinstbeträgen weigern sich ja oft noch, Kartenzahlungen zu akzeptie- ren. Gibt es denn auch für Bäcker passende Lösungen? Zähringer: Das Problem ist, dass die Transaktionskosten momentan bei Kleinstzahlungen für den Händler noch zu hoch sind. Ich bin aber aktuell mit mehreren Anbietern von Bezahlterminals im Gespräch, um kostengünstige und attraktive Lösungen in diesem Segment bieten zu können. In den kommenden Monaten werden wir mit entsprechenden Angeboten an den Markt gehen. Auch hier können die Händler dann Bargeld reduzieren. Hinkt Deutschland im internationalen Vergleich hinterher, wenn es um die Themen „Zahlungsverkehr“ und „bargeldloses Bezahlen“ geht? Zähringer: Deutschland ist sehr konservativ was das Thema Zahlungsverkehr angeht. Das hat unter anderem auch damit zu tun, dass hier das Thema Datenschutz noch mehr in den Köpfen verankert ist, als in anderen Ländern. In China beispielsweise findet bereits heute nahezu der gesamte Zahlungsverkehr über das Smartphone statt – hier ist Alipay mit Abstand Marktführer.
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